Einleitung Kapitel 4: Hilfe, Computer!

Manchmal warte ich regelrecht darauf, Tippex auf einen Bildschirm zu finden! „Kannst Du mal kommen, ich glaube ich habe einen Virus“ ist eine häufige Bitte von Kollegen. „Habe ich Dir nicht von Windoof abgeraten?“, „Ja, aber da war gerade ein Sonderangebot…“ unter den Kollegen sind eben viele DAUs (Dümmste anzunehmende User) – leider nicht nur als User. Eigentlich sollten sie den lieben Kleinen den Umgang mit den Rechner beibringen. In der Realität ist es häufig umgekehrt. Über die IT und die Erlebnisse damit könnte ich eine ganze Enzyklopädie schreiben – hier soll es aber nur für ein kurzes Kapitel reichen.

Bei so manchen DAU habe ich trotzdem die Viren (Rekord waren 1.400 Viren auf einen Lehrerrechner) entfernt. Dabei bringt es viel Spaß, in den Ordner mit den temporären Internetdateien zu schauen. Das ist der Zwischenspeicher, in dem die vielen Bildchen der Webseiten landen, die in letzter Zeit angesurft wurden. Natürlich schaue ich nur aus forensischen Gründen in den Ordner, ich will ja schließlich wissen, wo der Kollege den Virus bekommen hat.

Angenehmer Nebeneffekt: der hochrote Kopf so manches Kollegen, wenn viel unbekleidete Tatsachen auf den Schirm erscheinen. Warum kennen Lehrer eigentlich nicht den „privaten Modus“, den inzwischen jeder Browser hat, damit genau diese Bildchen nicht auf der eigenen Festplatte verewigt werden. Im Volksmund heißt dieser Betriebszustand auch der „Porno-Modus“.

Viren sind aber nicht das größte Problem der Computernutzung. Die häufigste Fehlerursache sitzt nach wie vor etwa 60cm vor dem Bildschirm – der User.

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