Rache am akademischen Proletariat

Jeder Lehrer kennt die Situation: Der Schüler nervt, bringt schlechte Leistungen, ist frech und wird den Realschulabschluss nicht schaffen. Die Folge: Der Liebling (eine Klasse besteht fast nur aus Lieblingen) wird das Jahr wiederholen müssen!

Hier kennt der kluge Lehrer einen Ausweg: Natürlich besteht der Schüler den Realschulabschluss – mit einem Notendurchschnitt von 3,9. Der zeugniskundige Arbeitgeber weiß sofort: hier bewirbt sich eine Vollpfeife, die die Lehrer so genervt hat, dass er/sie/es keine Gelegenheit zur Wiederholung und damit Verbesserung haben sollte. Alles in Butter.

Aber: man sieht sich immer zweimal im Leben. Diese Schüler begegnen uns immer wieder, nachdem Sie in einem Textilkaufhaus oder Schuhgeschäft eine Aushilfsstelle gefunden haben.

Lehrer werden von den so Geschundenen auf den ersten Blick erkannt – jetzt ist es Zeit für eine feurige Rache. Die Folgen dieser gewissenlosen Rachlust lassen sich in jedem deutschen Lehrerzimmer sehen.

Nur wenige Kollegen entgehen den Racheattacken der ehemaligen Opfer – oder sind es hier die Frauen, die für sie einkaufen? (Dieses klappt nur bei den „Ausnahmelehrern“, bei den „Normallehrern“ ist die Frau ja Lehrerin – und oft ebenfalls seltsam gewandet).

Also, liebe Kollegen: Kauft Eure Kleidung im Versandhandel – am besten im Ausland. Ach ja: Es gibt nur eines, was schlimmer ist als eine Cordhose und das ist eine Cordhose im Sommer. Schuhe müssen nicht aufgetragen werden, das Putzen derselbigen ist allerdings gestattet, Hosenbeine kann man kürzen und Hochwasserhosen in die Altkleidersammlung geben. Es gibt auch Brillengeschäfte, außer Fielmann.

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