Einleitung Kapitel 5 – große Politik

Wir haben ein Problem: Wir haben die beste aller schlechten Staatsformen. Da die Ratiokratie noch nicht erfunden ist, müssen wir wohl weiter demokratisch bleiben.

Stellen Sie sich vor, Sie wollten ein Auto kaufen. Fragen Sie ihre Frau um Rat? Natürlich nicht – schließlich haben Frauen ja keine Ahnung von Automobilbaukunst. Bei der Auswahl ihres Friseurs wird die Holde ja auch nicht den nächsten Bauarbeiter, den sie trifft, um Rat fragen.

Warum wird ausgerechnet das Volk gefragt, wer es regieren soll? Alle Stimmen zählen gleich – auch die Stimmen derer, die sich gar nicht für Politik interessieren. Also gewinnt nicht der beste Kandidat – es gewinnt der, der die Massen am besten manipulieren kann. Dass das Wahlvolk viel zu leicht zu beeinflussen ist, zeigt die Allgegenwart der Werbung. Wären Menschen nicht so leicht beeinflussbar, so bliebe uns die Werbung in ihren vollen Sinnlosigkeit erspart. (Und unsere Politiker, so wie sie heute sind).

Wer es bis hierher noch nicht durchschaut hat, dieses Werk ist ein Appell an das Selberdenken. Das wiederum setzt eigene Beobachtung voraus. Wer selber denkt und seine Umwelt beobachtet, gewinnt Erkenntnis. Wer seine Umwelt richtig beobachtet und daraus die richtigen Schlüsse zieht, begreift die Welt. Wer die Welt begreift, wird depressiv.

Somit ist eine Depression keine Krankheit, sondern das, was den denkenden und erkennenden von seinen Mitmenschen unterscheidet.

Eine Heilung kann also nur durch eine Veränderung der Umstände gelingen, deshalb: Depressive an die Macht! Wir haben nämlich andere Sorgen als Selbstbereicherung, Macht und Prestige!

Bis dahin empfehle ich – sozusagen als Übergangslösung – eine Wahleignungsprüfung. (Das würde allerdings der Abschaffung der etablierten “Volksparteien” gleichkommen und ist deshalb leider nicht durchsetzbar). Also bleibt alles beim alten und wir bleiben depressiv.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.